ALIBABA und die richtige Lieferantensuche in China

Die im Jahre 1999 gegründete ALIBABA Group ist Chinas größter E-Commerce Anbieter. Die Gruppe bedient, durch die verschiedene Aufteilung in diverse Firmenzweige, nahezu alle relevanten Marktsegmente.

Alibaba.com - B2B Plattform
Aliexpress.com - B2C Plattform
Taobao.cm - B2C Plattform, vergleichbar mit Ebay.com und Amazon.com
Alipay.com - Bezahlsystem, vergleichbar mit PayPal.com

Im Weiteren wollen wir uns mit Alibaba.com beschäftigen, der wohl relevantesten Plattform für den Handel zwischen China und Europa. Allein im Geschäftsjahr 2018 hat das chinesische Unternehmen etwa 38 Milliarden Euro erwirtschaftet, einer Steigerung von 58 % gegenüber dem Vorjahr.
Für viele Unternehmen im europäischen Raum dürfte Alibaba kein neuer Begriff mehr sein. Meist führt der erste Weg auf der Suche nach einem Lieferanten aus China oder Fernost, direkt zu dieser Plattform.

Angeboten werden kann dort nahezu jedes Produkt für den Handel im B2B Bereich. Anbieter kann dort ebenfalls jeder werden, vom Einzelunternehmen bis hin zum chinesischen Großhandel. Dies schafft einen riesigen Markt der Möglichkeiten.

Probleme auf Alibaba.com

Das Problem hierbei ist die Durchsichtigkeit und aus den tausenden Anbietern, jemanden zu finden, der die richtigen Waren zu einem passenden Preis/Leistungsverhältnis anbietet. Erschwert wird dieses Unterfangen dadurch, dass nicht jeder Anbieter, der dort tätig ist, auch wirklich die Absicht besitzt, Handel zu treiben. Einige Anbieter auf Alibaba.com sind speziell darauf aus, ahnungslose Neukunden zu betrügen. Die Möglichkeiten des Internets lässt viele Einzelunternehmen als Firma mit mehreren Mitarbeitern auftreten. Durch Eingabe von gefälschten Fotos, die aus dem Internet heruntergeladen werden können, wird so suggeriert, ein großes und wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen zu sein. Doch viele Unternehmen warten dann vergeblich auf die Ware aus China.
Zusätzlich dazu bieten viele Anbieter mehrere hundert unterschiedliche Produkte aus den unterschiedlichsten Sparten an und arbeiten auf der Basis des Zwischenhandels. Diese haben Verbindungen zu chinesischen Produzenten, kaufen die Ware aber letztlich selbst bei den Herstellern ein und geben diese mit einem Aufschlag an den Endkunden weiter. Preislich liegen diese Agenten dann natürlich meist wesentlich höher als der eigentliche Firmenpreis.

All die genannten Punkte lassen sich im Internet leicht wiederfinden. Kunden mit schlechten Rezensionen, oder Erfahrungsberichte von enttäuschten Einkäufern. Zudem gibt es Internetseiten, auf den entsprechende Firmen gelistet werden können, die entweder schlechte Qualität liefern, oder Ware erst gar nicht liefern. Ein Beispiel ist die Seite supplierblacklist.com.

Hier ist grundsätzlich immer Vorsicht geboten. Ohne zu 100% von der Seriosität der Firmen überzeugt zu sein, kann man hier leicht in eine Falle tappen.
Anzahlungen sollten immer nur in einem vernünftigen Rahmen erfolgen. Grundsätzlich ist davon ab zu sehen, die Waren im Vorfeld bereits zu 100% zu bezahlen. Anzahlungen sollten den Rahmen von 30-40% nie überschreiten. Die finale Zahlung der Ware sollte erst nach erfolgter Produktion, vor Versand der Ware erfolgen. Ratsam wäre es zudem auch, die Lieferbedingungen entsprechend anzupassen. Bedingungen für Lieferverzug und Verschiebungen bei der Produktionszeit mit einzukalkulieren und schriftlich fest zu halten.

Rechtliche Schritte gegen chinesische Unternehmen aus Europa heraus einzuleiten, ist schwer durchzusetzen und nahezu erfolglos in der Praxis. Solche Unterfangen lohnen sich erst ab beträchtlichen Summen, da hier natürlich auch ein erheblicher Verwaltungsaufwand einhergeht. Der wichtigste Hebel für den europäischen Kunden ist in diesem Fall das Geld. Letztlich auch das einzige zur Verfügung stehende Druckmittel bei Bestellungen. Hier gilt es einen Zwischenweg zu finden. Der Hersteller aus China hat die Angst, kein Geld nach erfolgter Produktion zu erhalten, der europäische Kunde die Angst, keine Ware zu erhalten.

Warenkontrolle vor Ort ist essenziell

Wichtig ist jedoch vorher zu überprüfen, ob die Waren auch alle den gewünschten Vorstellungen entsprechen. Dies ist natürlich meist für den europäischen Kunden schwer zu ermöglichen. Es sei denn, dieser reist selbst zur Fabrik nach Asien und überzeugt sich von der Qualität der Ware persönlich. Dies ist oft mit hohem Aufwand und Kosten verbunden. Des Weiteren haben kleine bis mittelgroße Firmen oft auch wenig Erfahrung mit Geschäftsreisen nach China.

Die Warenkontrolle der eigentlichen Firma in China zu überlassen, ist ein Möglichkeit, jedoch heißt dies in der Praxis, das ein Mitarbeiter derselben Fabrik, bestätigt, dass die die Ware in Ordnung sei. Dies ist natürlich nur bedingt zielführend. Die Möglichkeit im Vorfeld Waren zur Ansicht und als Muster zu bekommen ist dabei eine Option, sicher zu gehen, dass die Ware auch den Vorstellungen entspricht. Das Risiko dabei ist, dass das entsprechende Produktionsmuster dann den Vorstellungen entsprechen, die final bestellten Produkte jedoch abweichend von den erhaltenden Mustern sind und so nicht mehr den Qualitätsstandard der vereinbarten Ware halten können. Dies führt dann im Nachgang zu erhöhten Kosten. Waren die erst nach Erhalt geprüft werden können und dann Fehler ausweisen, müssen gegen viel Geld wieder zurückgesandt werden. Dies ist natürlich neben Kosten auch mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden, der in der Praxis meist nicht vorhanden ist.

Fazit für Händlersuche auf Alibaba

Alibaba dient grundsätzlich als gutes erstes Aushängeschild bezüglich einer Preiskalkulation. Hier können Ideen für neue Produkte gewonnen werden und gleichzeitig ein ungefährer Zielpreis für die Waren festgelegt werden. Die finale Beschaffung der Ware sollte jedoch nur dann erflogen, wenn wirklich gewährleistet werden kann, dass die Firma auch alles nach den verhandelten Konditionen liefern kann. Gerade in Anbetracht auf Versand, Qualitätskontrolle und finaler Preise sind unabhängig von Alibaba meist noch einmal bessere Konditionen möglich. Insbesondere durch Besuche der Firmen direkt vor Ort lassen sich die Konditionen meist wesentlich besser verhandeln, als dies über Email und Internet möglich ist.

Wir von der ASEAN Consulting GmbH
ermöglichen Ihnen hierbei den Überblick zu erhalten. Durch unsere Möglichkeiten hier vor Ort in China, sind wir nicht zwangsläufig an Alibaba gebunden. Wir können ihre gewünschten Produkte direkt vor Ort beschaffen, unabhängig von jeder Plattform. Wir bedienen uns dazu neben unserem bereits groß ausgebauten Netzwerk auch speziellen innerchinesischen Datenbanken, die für den Zugriff außerhalb Chinas meist unzugänglich sind.

Wir helfen Ihnen dabei das oder die gewünschten Produkte vor Ort zu suchen, direkt vom Hersteller. Wir übernehmen die ersten Preisverhandlungen vor Ort, kontrollieren Ihre Waren während der Produktion und führen bei Bedarf nochmals Kontrollen der Waren vor Versand durch. Als Whole-Service sind wir für alle Aufgaben verantwortlich, die Sie an uns übertragen möchten.

Sie sind auf der Suche nach einem Händler oder Produzenten aus China? Sie beziehen bereits Ware aus China und sind an einem besseren Preisniveau interessiert? Schön das Sie uns gefunden haben!
Nehmen Sie Kontakt zu uns auf.